Der frühere Assassin’s Creed-Executive-Producer Marc-Alexis Côté verklagt Ubisoft in Kanada. Im Zentrum stehen Vorwürfe der faktischen Kündigung nach der Gründung von Vantage Studios - und eine geforderte Entschädigung in Millionenhöhe.
Der frühere Assassin’s Creed-Executive-Producer Marc-Alexis Côté verklagt Ubisoft in Kanada. Im Zentrum stehen Vorwürfe der faktischen Kündigung nach der Gründung von Vantage Studios - und eine geforderte Entschädigung in Millionenhöhe.
Der langjährige Ubisoft-Manager Marc-Alexis Côté, zuletzt Vice President und Executive Producer der Assassin’s-Creed-Reihe, hat laut einem Bericht von Radio-Canada Klage gegen Ubisoft eingereicht. In Quebec fordert Côté Schadenersatz in Höhe von rund 1,3 Millionen kanadischen Dollar - umgerechnet etwa 930.000 US-Dollar.
Der Kern der Klage: Côté wirft Ubisoft eine sogenannte konstruktive Kündigung vor. Er sei faktisch zum Rückzug gezwungen worden, nachdem sich seine Rolle innerhalb des Unternehmens grundlegend verändert habe.
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Ubisoft hatte im Oktober 2025 offiziell verkündet, Côté habe das Unternehmen verlassen, nachdem er ein Angebot für eine neue Position bei Vantage Studios abgelehnt habe. Das neu gegründete Studio-Konstrukt soll künftig unter anderem Assassin’s Creed, Far Cry und Rainbow Six betreuen.
Côté widersprach dieser Darstellung jedoch öffentlich. In einem LinkedIn-Beitrag stellte er klar:
„Ich bin nicht weggegangen. Ich blieb auf meinem Posten, bis Ubisoft mich bat, zurückzutreten.“
Gleichzeitig betonte er damals, er hege „keinen Groll“ gegen seinen früheren Arbeitgeber - eine Aussage, die im Kontrast zur nun eingereichten Klage steht.
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Vor der Ausgliederung von Vantage Studios war Côté direkt CEO Yves Guillemot unterstellt und die zentrale Führungsperson der Assassin’s-Creed-Marke. Nach der Umstrukturierung wurde ihm laut Klageschrift lediglich die Position des Head of Production angeboten - mit Berichtslinie an einen Franchise-Chef, der mehrere Marken gleichzeitig verantworten sollte.
Für diese übergeordnete Rolle kam Côté offenbar nicht infrage, da sie in Frankreich angesiedelt war und nicht in Quebec. In der Klage argumentiert er, sein Einfluss sei dadurch „zusammengebrochen“ und er habe nur die Wahl zwischen einer „inakzeptablen Degradierung“ oder dem vollständigen Ausscheiden gehabt.
Da er das neue Angebot ablehnte, wertete Ubisoft seinen Abgang als freiwillige Kündigung und verweigerte eine Abfindung. Seine Anwälte sehen darin jedoch einen klaren Fall von konstruktiver Kündigung, die nach kanadischem Arbeitsrecht eine volle Abfindung nach sich ziehen würde.
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Neben dem Gegenwert von zwei Jahresgehältern fordert Côté zusätzlich 75.000 kanadische Dollar für immaterielle Schäden. Er wirft Ubisoft vor, seinem Ruf geschadet zu haben. Zudem verlangt er die Aufhebung einer Wettbewerbsklausel, die ihm aktuell den Einstieg in neue Positionen erschwere - insbesondere in einem angespannten Arbeitsmarkt.
Ubisoft positioniert Vantage Studios als kreatives Zentrum, das Entscheidungsprozesse beschleunigen, technische Ressourcen bündeln und den Austausch zwischen Entwicklern und Community verbessern soll. Zum Netzwerk gehören Teams aus Barcelona, Quebec, Montreal, Sherbrooke und Sofia.
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Die Gründung erfolgte in einer wirtschaftlich schwierigen Phase für Ubisoft, nach mehreren unter den Erwartungen gebliebenen Großproduktionen. Tencent investierte 1,16 Milliarden Euro und hält rund 25 Prozent an der neuen Einheit, während Ubisoft die kreative Kontrolle behält. Ziel ist es, die wichtigsten Marken langfristig als plattformübergreifende Dauerbrenner zu etablieren.
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