Nach dem katastrophalen Start von MindsEye meldet sich das Studio erneut zu Wort: steigende Verkaufszahlen, widersprüchliche Kritiken und brisante Sabotage-Vorwürfe sorgen weiterhin für Diskussionen.
Nach dem katastrophalen Start von MindsEye meldet sich das Studio erneut zu Wort: steigende Verkaufszahlen, widersprüchliche Kritiken und brisante Sabotage-Vorwürfe sorgen weiterhin für Diskussionen.
Der Release von MindsEye ging gehörig schief. Mit einem Metacritic-Score von gerade einmal 39 Punkten fiel der Shooter bei Kritikern und Spielern gleichermaßen durch. Auch Build a Rocket Boy macht keinen Hehl daraus.
Co-CEO Mark Gerhard räumt offen ein:
„Wir wissen, dass wir zweifellos den schlechtesten Start der Geschichte hatten. Dafür gibt es natürlich viele Gründe, aber wir planen nun, unser Spiel neu zu starten, da die Störungen aufgehört haben.“
Gleichzeitig blickt das Studio nach vorne und spricht von einer verbesserten Situation nach den ersten Patches.
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Laut Studio entwickelt sich der Titel inzwischen deutlich besser:
„Das Spiel erhält sehr gute Kritiken. Die Verkaufszahlen steigen organisch und verdoppeln sich fast wöchentlich.“
Diese Aussagen wirken jedoch im Kontext der öffentlich einsehbaren Daten zumindest diskutabel. Während aktuelle Steam-Reviews zu rund 66 Prozent positiv ausfallen, bleibt die Gesamtbasis überschaubar.
Ein klarer Image-Wandel ist somit bislang nur bedingt erkennbar - zumindest außerhalb der Studioaussagen.
Besonders brisant sind die weiteren Aussagen der Verantwortlichen. Trotz eigener Fehler sieht Mark Gerhard den massiven Imageschaden nicht ausschließlich beim Studio.
Er vermutet eine gezielte Kampagne aus internen und externen Akteuren, die den Launch aktiv sabotiert haben soll - unter anderem durch Bots und bezahlte Influencer.
Der frühere Publishing-Partner IO Interactive wies diese Vorwürfe allerdings entschieden zurück.
Konkrete Beweise wurden bisher nicht öffentlich präsentiert, dennoch betont das Studio, entsprechende Untersuchungen eingeleitet zu haben.
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Ein ungewöhnlicher Schritt sorgt zusätzlich für Aufmerksamkeit: Die Vorwürfe sollen Teil des Spiels selbst werden.
Zur geplanten Mission erklärte Gerhard gegenüber IGN:
„Wir nutzen dies auch, um der Community einige der Beweise für die Sabotage mitzuteilen“
Und weiter:
„Lasst uns ein bisschen Spaß damit haben. Lasst uns der Community die Geschichte erzählen, noch bevor sie vor Gericht ausgetragen wird. Das ist also nicht unsere Rolle als Opfer.“
Zudem führte er aus:
„Wir haben ein paar Schläge eingesteckt. Wir haben immer wieder die andere Wange hingehalten, während wir unser Haus in Ordnung brachten. Und jetzt ist es an der Zeit, das mit Judo direkt auf sie zurückzuwerfen. Und wissen ihr…. lasst uns Spaß damit haben. Am Ende des Tages sind wir Geschichtenerzähler, wir sind Spielemacher“
Damit vermischt das Studio reale Vorwürfe mit spielerischer Aufarbeitung - ein Ansatz, der bereits jetzt kontrovers diskutiert wird.
Trotz fehlender öffentlicher Belege bleibt das Studio bei seiner Darstellung und verweist auf laufende Ermittlungen:
„Wir haben sehr starke Beweise dafür und haben in den Monaten seit dem Launch ziemlich gründliche Untersuchungen durchgeführt“
Weiter erklärte Gerhard:
„Wir haben die beteiligten Parteien identifiziert und die Angelegenheit liegt nun in den Händen der Behörden in Großbritannien und den USA. Ich kann bestätigen, dass sie uns bei dieser Untersuchung unterstützen. Aber es liegt jetzt auch in ihren Händen.“
Und abschließend:
„Wir überlassen es ihnen, ihre Arbeit zu tun, ihre Verhaftungen vorzunehmen oder zu gegebener Zeit Ankündigungen zu machen. Ich denke, wir werden zum jetzigen Zeitpunkt nichts Weiteres dazu sagen. Wir lassen der Justiz einfach ihren natürlichen Lauf“
Parallel widerspricht er Berichten über ungewöhnlich hohe Rückerstattungszahlen und ordnet diese ein. Zudem zeigt er sich rückblickend selbstkritisch:
„Im Nachhinein ist man immer schlauer. Wir wünschten, wir hätten mehr Zeit gehabt, hätten einige dieser Dinge früher erkannt oder bei bestimmten Punkten früher eingegriffen. Aber wir sind alle nur Menschen.“
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