Rund um Kingdom Come: Deliverance 2 entfachten erneut Diskussionen im Netz. Warhorse Studios ordnet die Kritik ein und erklärt, warum politische Debatten laut Entwickler kaum Auswirkungen auf Spieler, Team und Verkaufserfolg hatten.
Rund um Kingdom Come: Deliverance 2 entfachten erneut Diskussionen im Netz. Warhorse Studios ordnet die Kritik ein und erklärt, warum politische Debatten laut Entwickler kaum Auswirkungen auf Spieler, Team und Verkaufserfolg hatten.
Bereits der erste Teil von Kingdom Come: Deliverance sorgte für hitzige Diskussionen. Damals warf ein Teil der Spielerschaft dem Entwicklerstudio Warhorse Studios vor, People of Color auszugrenzen. Das Team begründete seine Design-Entscheidungen mit einer historisch möglichst korrekten Darstellung des mittelalterlichen Böhmens - ein Argument, das auch unter Historikern nicht unumstritten blieb.
Mit Kingdom Come: Deliverance 2 schlug Warhorse nun bewusst einen anderen Weg ein. Die Fortsetzung integriert unter anderem Roma, Juden und Muslime, was im Kontext der größeren Spielwelt und einer urbanen Umgebung logisch begründet wird. Zusätzlich enthält das Rollenspiel eine optionale homosexuelle Romanze.
Trotz dieser Erweiterungen blieb das Spiel nicht frei von Kontroversen. Die Kritik kam diesmal jedoch aus einer anderen Ecke des Internets. In einem Interview mit Kotaku äußerte sich Martin Klíma, Executive Producer bei Warhorse Studios, offen zu den Reaktionen und deren möglichem Einfluss auf das Projekt und das Team.
Auf die Frage, ob die Diskussionen dem Erfolg von Kingdom Come: Deliverance 2 geschadet oder genutzt hätten, antwortete Klíma nüchtern:
„Ich würde die Antwort darauf wirklich sehr gern wissen.“
Man könne sowohl argumentieren, dass Kontroversen zusätzliche Aufmerksamkeit erzeugen, als auch, dass sie dem Arbeitsklima oder der öffentlichen Wahrnehmung schaden könnten.
https://2playerz.de/p/kingdom-come-deliverance-2-alle-geheimen-enden-und-tode
Laut Klíma seien solche Debatten jedoch häufig weniger relevant, als sie im Netz erscheinen.
„Am Ende ist es egal, was die Leute über einen sagen, solange sie den Namen richtig schreiben“, merkt er an.
Gleichzeitig räumt er ein, dass jede Kontroverse belastend sei, da man eigentlich über das Spiel sprechen wolle und nicht über politische Nebenschauplätze.
Er persönlich gehe davon aus, dass die Aufregung stark überschätzt werde. Die lautstarken Diskussionen seien vor allem von einer kleinen Gruppe besonders aktiver Online-Stimmen getragen worden.
„Diese Gruppe ist im Vergleich zur breiten Masse der Spielerschaft eher unbedeutend“, so Klíma.
Viele Spieler*innen hätten von den Debatten vermutlich gar nichts mitbekommen.
Auch innerhalb von Warhorse Studios habe die Kontroverse keine nachhaltigen Schäden verursacht. Zwar empfanden einige Entwickler die Vorwürfe als unfair oder unaufrichtig, doch eine ernsthafte Belastung sei daraus nicht entstanden. Teilweise habe sich sogar ein stärkeres Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelt - eine Art „belagerte Festung“-Mentalität, wie Klíma es beschreibt.
Gleichzeitig betont er, dass es im Studio auch Mitarbeitende gebe, die kaum etwas von den Diskussionen wahrgenommen hätten. Der Fokus habe weiterhin klar auf der Entwicklung des Spiels gelegen.
https://2playerz.de/p/warhorse-arbeitet-neben-kingdom-come-deliverance-3-offenbar-an-zweitem-geheimem-projekt
Ein Blick auf die Zahlen unterstreicht diese Einschätzung. Kingdom Come: Deliverance verkaufte sich seit seinem Release 2017 über zehn Millionen Mal. Kingdom Come: Deliverance 2, das 2025 erschien, erreichte in einem schwierigen Marktumfeld bereits mehr als vier Millionen Verkäufe.
Für Klíma sind diese Zahlen ein deutlicher Hinweis darauf, dass die breite Spielerschaft den Online-Debatten kaum Bedeutung beimisst. Abschließend stellt er klar, dass Warhorse Studios in erster Linie daran interessiert sei, ein gutes Spiel zu entwickeln - unabhängig von politischen Diskussionen außerhalb des eigentlichen Produkts.
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