Qualitätssicherungsteams von Blizzard in den USA haben einem Gewerkschaftsvertrag mit Microsoft zugestimmt. Das Abkommen bringt höhere Löhne, Schutz vor Crunch, klare KI-Regeln und stärkt die wachsende Gewerkschaftsbewegung in der Spielebranche.
Qualitätssicherungsteams von Blizzard in den USA haben einem Gewerkschaftsvertrag mit Microsoft zugestimmt. Das Abkommen bringt höhere Löhne, Schutz vor Crunch, klare KI-Regeln und stärkt die wachsende Gewerkschaftsbewegung in der Spielebranche.
Die Qualitätssicherungs-Teams von Blizzard an den Standorten Albany (New York) und Austin (Texas) haben mit deutlicher Mehrheit einen neuen Gewerkschaftsvertrag mit dem Mutterkonzern Microsoft ratifiziert. Bestätigt wurde dies von der Communications Workers of America (CWA), die den Abschluss als wichtigen Meilenstein für langfristige Arbeitsplatzsicherheit bezeichnet.
Es handelt sich bereits um den dritten Tarifvertrag innerhalb des Microsoft-Gaming-Umfelds: Zuvor hatten Beschäftigte von ZeniMax sowie Raven Software ähnliche Vereinbarungen abgesegnet.
Der ausgehandelte Vertrag betrifft mehr als 60 Beschäftigte in verschiedenen QA-Rollen. Die Verhandlungen begannen bereits im Mai 2023 und mündeten nun in ein dreijähriges Abkommen. Enthalten sind garantierte Gehaltserhöhungen, verbindliche Regeln zum Einsatz von KI und generativer KI sowie klare Vorgaben zur Namensnennung und Anerkennung bei veröffentlichten Spielen.
Darüber hinaus sichert der Vertrag angemessene Vorkehrungen für Menschen mit Behinderungen, Schutzmechanismen für Beschäftigte mit Migrationshintergrund und deutliche Einschränkungen verpflichtender Überstundenphasen.
QA-Analyst Brock Davis von Blizzard Albany sieht den Abschluss als positives Signal für die gesamte Branche:
„In einer Zeit, in der Entlassungen unsere Branche hart treffen, ist das heute ein großer Schritt hin zu einer besseren Zukunft für Spieleentwickler*innen auf allen Ebenen.“
Auch Matt Gant, Senior Quality Analyst bei Blizzard Austin, betont die langfristige Wirkung des Vertrags:
„Nach fast zwei Jahrzehnten in der Videospielindustrie fühlt es sich großartig an, endlich einen fairen Vertrag zu ratifizieren, der echte Perspektiven für eine langfristige Karriere bietet.“
Er ergänzt, dass höhere Löhne, bessere Absicherung und Rückholrechte bei Entlassungen QA-Arbeit als festen und respektierten Bestandteil der Spieleentwicklung etablieren.
https://2playerz.de/p/blizzard-story-und-franchise-entwickler-stimmen-fur-gewerkschaftsbildung
Der Vertragsabschluss fällt in eine Phase wachsender Spannungen innerhalb der Spieleindustrie. Erst kürzlich riefen mehrere Gewerkschaften bei Ubisoft zu einem internationalen Streik auf, nachdem der Publisher umfassende Umstrukturierungen angekündigt hatte - inklusive Spielstreichungen, Studio-Schließungen, Rückkehr zur vollständigen Büropräsenz und weiterer Entlassungen.
Gleichzeitig zeigt eine aktuelle Umfrage der GDC State of the Game Industry 2026, dass die Zustimmung zur Gewerkschaftsbildung deutlich steigt: 82 Prozent der befragten US-Entwickler*innen befürworten eine gewerkschaftliche Organisation. Besonders hoch ist die Zustimmung bei jüngeren Beschäftigten, niedriger Verdienenden und Personen, die in den vergangenen zwei Jahren entlassen wurden.
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