Das nächste The Elder Scrolls 6 hätte beinahe eine drastisch andere Story erhalten. Kurt Kuhlmann, Co-Lead-Designer von Skyrim, enthüllt verworfene Pläne und erklärt, warum er Bethesda nach einem gebrochenen Versprechen verließ.
Das nächste The Elder Scrolls 6 hätte beinahe eine drastisch andere Story erhalten. Kurt Kuhlmann, Co-Lead-Designer von Skyrim, enthüllt verworfene Pläne und erklärt, warum er Bethesda nach einem gebrochenen Versprechen verließ.
Kurt Kuhlmann, ehemaliger Co-Lead-Designer von Skyrim, plaudert in einem neuen Interview mit PC Gamer über ein ursprünglich geplantes Story-Konzept für The Elder Scrolls 6, das deutlich düsterer hätte ausfallen sollen. Geplant war, die Thalmor als zunehmende Bedrohung darzustellen und das Spiel mit einem dramatischen Cliffhanger zu beenden - direkt als Brücke zu The Elder Scrolls 7.
Bethesda machte jedoch schnell klar, dass ein offenes Ende mit derart langer Wartezeit für ein Studio, das Spiele in Abständen von zehn bis fünfzehn Jahren veröffentlicht, nicht praktikabel sei.
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Neben den Story-Überlegungen sprach Kuhlmann auch über die Veränderungen innerhalb von Bethesda. Während der Entwicklung von Skyrim prägten erfahrene Entwickler noch stark den kreativen Prozess. Später rückten viele dieser Veteranen in Management-Positionen. Für Kuhlmann bedeutete das: weniger praktische kreative Arbeit und zunehmend organisatorische Aufgaben.
„Ich war dort offensichtlich einer der alten Hasen und hatte viel Erfahrung. Bruce [Nesmith] und ich waren die Co-Leiter bei Skyrim gewesen. Ich denke, die meisten Leute würden es als erfolgreiches Projekt bezeichnen, daher hielt ich es für nicht unangemessen, zu glauben, dass ich ein erfolgreicher Leiter bei TES6 sein könnte. Das war nicht nur meine Erwartung - mir wurde gesagt, dass es so kommen würde“, erläutert er.
„Und dann haben sie die Entscheidung getroffen, dass ich doch nicht der Leiter sein werde.“
Kuhlmann wollte ursprünglich als Lead Designer bei TES6 einsteigen, doch nach Fallout 76 und Starfield änderte Bethesda seine Pläne. Stattdessen erhielt er nur eine „andere wichtige Rolle“. Für Kuhlmann war dies der entscheidende Grund, das Unternehmen zu verlassen.
Er reflektiert: Die Diskrepanz zwischen seinen Vorstellungen und denen von Todd Howard sowie die Änderungen im Unternehmen und an der Elder Scrolls-IP führten dazu, dass er heute bezweifelt, die Leitung des Spiels hätte ihm gefallen.
Früher war Bethesda ein kleines Team, das eng zusammenarbeitete. Entscheidungen wurden direkt getroffen, Mittagessen in der Kantine geteilt. Mit der Integration weiterer Studios unter ZeniMax Media und der Übernahme durch Microsoft 2021 wuchsen die Teams erheblich. Bei Starfield 2023 arbeiteten vier entfernte Studios gemeinsam, teils remote.
„Wenn man diese Größe erreicht, kann niemand einfach in Todd Howards Büro gehen, um über einen Designpunkt zu sprechen. Er isst auch nicht mehr mit allen zusammen zu Mittag … Es ist etwas völlig anderes, wenn 400 Leute in vier Studios arbeiten, es ein großes Unternehmen ist und Microsoft jetzt involviert ist“, beschreibt Kuhlmann.
Entscheidungen, die früher persönlich getroffen wurden, mussten nun mehrere Management-Ebenen durchlaufen.
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Trotz der Differenzen betont Kuhlmann, dass es kein böses Blut zwischen ihm und Bethesda gibt. Er sieht seinen Abschied als Ergebnis struktureller Veränderungen, veränderter Aufgabenbereiche und gebrochener Versprechen, nicht als persönlichen Konflikt. Die Entwicklung von TES6 läuft laut Bethesda weiterhin gut voran, und Design Director Emil Pagliarulo bittet die Fans um Geduld, da der Druck auf das Team hoch sei.
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