Die Initiative Stop Killing Games hat das EU-Parlament erreicht und stößt auf breite Unterstützung. Ziel ist es, Spieler*innen vor dem Verlust gekaufter Spiele zu schützen, wenn Publisher Server abschalten und Titel unspielbar werden.
Die Initiative Stop Killing Games hat das EU-Parlament erreicht und stößt auf breite Unterstützung. Ziel ist es, Spieler*innen vor dem Verlust gekaufter Spiele zu schützen, wenn Publisher Server abschalten und Titel unspielbar werden.
Die Initiative Stop Killing Games hat im Europäischen Parlament erstmals ihre Argumente vorgestellt und dabei offenbar großen Anklang gefunden. Im Zentrum steht ein Problem, das immer mehr Spieler betrifft: Gekaufte Spiele werden nachträglich unspielbar, sobald Publisher ihre Online-Dienste einstellen.
Der stellvertretende Ausschussvorsitzende Nils Ušakovs fasste die Anhörung wie folgt zusammen:
„Heute hatten wir die Möglichkeit, direkt von den Organisatoren, Experten und Beteiligten die verschiedenen Herausforderungen zu verstehen, die entstehen, wenn Videospiele nach dem Verkauf unspielbar werden, weil Dienste eingestellt oder Zugänge deaktiviert werden. Diese Initiative macht auf ein echtes Problem für Millionen und - soweit wir aus den Präsentationen verstehen - wahrscheinlich Hunderte Millionen europäischer Bürger aufmerksam und stellt sicher, dass digitale Käufe funktionsfähig bleiben und Verbraucherrechte in der sich wandelnden digitalen Landschaft respektiert werden.“
Auch Vertreter der Europäischen Kommission signalisierten Handlungsbedarf. Giuseppe Abbamonte kündigte an, bestehende Regelungen zu prüfen und mögliche Lücken zu analysieren.
Im Kern geht es darum, dass Spieler*innen aktuell kaum rechtliche Möglichkeiten haben, wenn ihnen der Zugang zu gekauften Spielen entzogen wird. Lizenzbedingungen erlauben es Publishern häufig, Dienste jederzeit einzustellen - selbst wenn das Spiel dadurch vollständig unbrauchbar wird.
https://2playerz.de/p/stop-killing-games-wird-ngo-spielerinnen-setzen-auf-dauerhafte-rettung-von-games
Initiator Ross Scott erklärte im Hearing ausführlich, wie die Initiative den Begriff definiert:
„Ich möchte klarstellen, was es bedeutet, ein Spiel zu zerstören. Wenn wir sagen, dass ein Spiel zerstört wurde, meinen wir damit, dass ein Publisher alle verkauften Exemplare dauerhaft deaktiviert hat, sodass niemand sie jemals wieder spielen kann.“
Beispiele dafür sind etwa The Crew oder auch Concord.
Eine besonders brisante Aussage unterstrich das Ausmaß des Problems:
„Diese Geschäftspraxis ist für mehr Zerstörung dieses Mediums verantwortlich als alles andere - und zwar mit großem Abstand.“
Scott kritisierte zudem die fehlende Transparenz gegenüber Kunden und zog einen klaren Vergleich:
„Wenn man ein Buch in einem Geschäft kauft, kann der Verlag nicht einfach in dein Zuhause kommen und es dir wieder wegnehmen. Wenn du eine Versicherung abschließt, wirst du darüber informiert, wann diese endet - und nicht damit konfrontiert, dass der Anbieter sie jederzeit aus beliebigem Grund beenden kann und trotzdem dein Geld behält.“
Weiter führte er aus:
„Die auf diese Weise verkauften Spiele funktionieren ähnlich wie Betrug. Publisher wissen, dass Kunden erwarten, dass Videospiele dauerhaft bestehen bleiben, und verkaufen sie daher auf die gleiche Weise wie solche, die für immer funktionieren - als einmaligen Kauf ohne Ablaufdatum und zum gleichen Preis.“
https://2playerz.de/p/stop-killing-games-erreicht-fast-13-millionen-verifizierte-unterschriften-eu-debatte-moglich
Trotz der deutlichen Kritik betont die Initiative, dass sie keine radikalen Änderungen fordert:
„Diese Initiative begrüßt jede Lösung, die das Problem der Zerstörung von Videospielen in diesem Ausmaß behebt. Wir möchten, dass dies für alle Beteiligten so einfach und praktikabel wie möglich ist und sind sehr offen dafür, wie das umgesetzt wird. Wir verlangen nicht einmal, dass Publisher ihre Geschäfts- oder Monetarisierungsmodelle ändern - lediglich, dass sie nach dem Ende des Supports verantwortungsvoll handeln. Unser einziges Ziel ist es, diese zerstörerische Praxis zu verbieten und grundlegende Schutzmechanismen für Verbraucher und das Medium insgesamt zu schaffen.“
Mit über einer Million Unterstützern hat die Initiative inzwischen genügend Gewicht, um politisch ernst genommen zu werden. Das Thema könnte damit erstmals konkret in zukünftige EU-Regulierungen einfließen.
Die Initiative Stop Killing Games hat im Europäischen Parlament erstmals ihre Argumente vorgestellt und dabei offenbar großen Anklang gefunden. Im Zentrum steht ein Problem, das immer mehr Spieler betrifft: Gekaufte Spiele werden nachträglich unspielbar, sobald Publisher ihre Online-Dienste einstellen.
Der stellvertretende Ausschussvorsitzende Nils Ušakovs fasste die Anhörung wie folgt zusammen:
„Heute hatten wir die Möglichkeit, direkt von den Organisatoren, Experten und Beteiligten die verschiedenen Herausforderungen zu verstehen, die entstehen, wenn Videospiele nach dem Verkauf unspielbar werden, weil Dienste eingestellt oder Zugänge deaktiviert werden. Diese Initiative macht auf ein echtes Problem für Millionen und - soweit wir aus den Präsentationen verstehen - wahrscheinlich Hunderte Millionen europäischer Bürger aufmerksam und stellt sicher, dass digitale Käufe funktionsfähig bleiben und Verbraucherrechte in der sich wandelnden digitalen Landschaft respektiert werden.“
Auch Vertreter der Europäischen Kommission signalisierten Handlungsbedarf. Giuseppe Abbamonte kündigte an, bestehende Regelungen zu prüfen und mögliche Lücken zu analysieren.
Im Kern geht es darum, dass Spieler*innen aktuell kaum rechtliche Möglichkeiten haben, wenn ihnen der Zugang zu gekauften Spielen entzogen wird. Lizenzbedingungen erlauben es Publishern häufig, Dienste jederzeit einzustellen - selbst wenn das Spiel dadurch vollständig unbrauchbar wird.
https://2playerz.de/p/stop-killing-games-wird-ngo-spielerinnen-setzen-auf-dauerhafte-rettung-von-games
Initiator Ross Scott erklärte im Hearing ausführlich, wie die Initiative den Begriff definiert:
„Ich möchte klarstellen, was es bedeutet, ein Spiel zu zerstören. Wenn wir sagen, dass ein Spiel zerstört wurde, meinen wir damit, dass ein Publisher alle verkauften Exemplare dauerhaft deaktiviert hat, sodass niemand sie jemals wieder spielen kann.“
Beispiele dafür sind etwa The Crew oder auch Concord.
Eine besonders brisante Aussage unterstrich das Ausmaß des Problems:
„Diese Geschäftspraxis ist für mehr Zerstörung dieses Mediums verantwortlich als alles andere - und zwar mit großem Abstand.“
Scott kritisierte zudem die fehlende Transparenz gegenüber Kunden und zog einen klaren Vergleich:
„Wenn man ein Buch in einem Geschäft kauft, kann der Verlag nicht einfach in dein Zuhause kommen und es dir wieder wegnehmen. Wenn du eine Versicherung abschließt, wirst du darüber informiert, wann diese endet - und nicht damit konfrontiert, dass der Anbieter sie jederzeit aus beliebigem Grund beenden kann und trotzdem dein Geld behält.“
Weiter führte er aus:
„Die auf diese Weise verkauften Spiele funktionieren ähnlich wie Betrug. Publisher wissen, dass Kunden erwarten, dass Videospiele dauerhaft bestehen bleiben, und verkaufen sie daher auf die gleiche Weise wie solche, die für immer funktionieren - als einmaligen Kauf ohne Ablaufdatum und zum gleichen Preis.“
https://2playerz.de/p/stop-killing-games-erreicht-fast-13-millionen-verifizierte-unterschriften-eu-debatte-moglich
Trotz der deutlichen Kritik betont die Initiative, dass sie keine radikalen Änderungen fordert:
„Diese Initiative begrüßt jede Lösung, die das Problem der Zerstörung von Videospielen in diesem Ausmaß behebt. Wir möchten, dass dies für alle Beteiligten so einfach und praktikabel wie möglich ist und sind sehr offen dafür, wie das umgesetzt wird. Wir verlangen nicht einmal, dass Publisher ihre Geschäfts- oder Monetarisierungsmodelle ändern - lediglich, dass sie nach dem Ende des Supports verantwortungsvoll handeln. Unser einziges Ziel ist es, diese zerstörerische Praxis zu verbieten und grundlegende Schutzmechanismen für Verbraucher und das Medium insgesamt zu schaffen.“
Mit über einer Million Unterstützern hat die Initiative inzwischen genügend Gewicht, um politisch ernst genommen zu werden. Das Thema könnte damit erstmals konkret in zukünftige EU-Regulierungen einfließen.
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