Ehemalige Nintendo-Mitarbeiter erklären, warum Nintendo die beliebte Nindie-Marke aufgab. Der Grund liegt nicht im Image, sondern im strengen Markenschutz des Unternehmens.
Ehemalige Nintendo-Mitarbeiter erklären, warum Nintendo die beliebte Nindie-Marke aufgab. Der Grund liegt nicht im Image, sondern im strengen Markenschutz des Unternehmens.
In den späten 2010er-Jahren nutzte Nintendo mit dem sogenannten Nindie Showcase ein bewusst verspieltes Branding, um unabhängige Spiele für die Nintendo Switch zu präsentieren. Titel wie My Friend Pedro oder Yooka-Laylee profitierten von der Aufmerksamkeit, die das Wortspiel aus „Nintendo“ und „Indie“ erzeugte.
Trotz der positiven Resonanz verschwand die Bezeichnung jedoch wieder und wurde durch die heute etablierte Indie World ersetzt. Lange blieb unklar, warum Nintendo auf ein scheinbar erfolgreiches Label verzichtete.
Im Kit & Krysta Podcast gaben die ehemaligen Nintendo of America-Mitarbeiter Kit Ellis und Krysta Yang nun Einblicke hinter die Kulissen. Demnach lag das Ende des „Nindie“-Brandings nicht an mangelndem Erfolg, sondern an internen Bedenken – genauer gesagt beim Thema Markenschutz.
Die Idee für den Begriff sei ursprünglich aus der Publisher- und Developer-Relations-Abteilung von Nintendo entstanden, die selbst sehr stolz auf das kreative Wortspiel gewesen sei. Doch genau diese kreative Abwandlung des Markennamens wurde letztlich zum Problem.

Laut Krysta griff schließlich die Rechtsabteilung ein. Der Konzern erlaube es grundsätzlich nicht, den Namen Nintendo in neue Wortschöpfungen einzubauen, da dies langfristig die Durchsetzbarkeit der eigenen Markenrechte gefährden könne.
„Man darf den Nintendo-Namen nicht einfach halbieren und an ein anderes Wort anhängen. Das verwässert die Marke und kann es später erschweren, sie rechtlich zu verteidigen“, erklärte Krysta.
Ein Mitarbeiter aus dem zuständigen Team habe zwar versucht, gegen diese Entscheidung zu argumentieren, sei damit jedoch gescheitert. Am Ende setzte sich die juristische Vorsicht durch und das „Nindie Showcase“ verschwand zugunsten des neutraleren Namens Indie World.

Mit Indie World fand Nintendo schließlich eine Lösung, die weiterhin unabhängigen Entwickler*innen eine Bühne bietet, ohne den eigenen Markennamen zu verändern oder zu verfremden. Inhaltlich änderte sich am Format kaum etwas, wohl aber die rechtliche Absicherung.
Der Fall zeigt einmal mehr, wie strikt Nintendo mit seiner Marke umgeht und wie selbst intern beliebte Ideen letztlich dem Schutz des Firmennamens untergeordnet werden.
In den späten 2010er-Jahren nutzte Nintendo mit dem sogenannten Nindie Showcase ein bewusst verspieltes Branding, um unabhängige Spiele für die Nintendo Switch zu präsentieren. Titel wie My Friend Pedro oder Yooka-Laylee profitierten von der Aufmerksamkeit, die das Wortspiel aus „Nintendo“ und „Indie“ erzeugte.
Trotz der positiven Resonanz verschwand die Bezeichnung jedoch wieder und wurde durch die heute etablierte Indie World ersetzt. Lange blieb unklar, warum Nintendo auf ein scheinbar erfolgreiches Label verzichtete.
Im Kit & Krysta Podcast gaben die ehemaligen Nintendo of America-Mitarbeiter Kit Ellis und Krysta Yang nun Einblicke hinter die Kulissen. Demnach lag das Ende des „Nindie“-Brandings nicht an mangelndem Erfolg, sondern an internen Bedenken – genauer gesagt beim Thema Markenschutz.
Die Idee für den Begriff sei ursprünglich aus der Publisher- und Developer-Relations-Abteilung von Nintendo entstanden, die selbst sehr stolz auf das kreative Wortspiel gewesen sei. Doch genau diese kreative Abwandlung des Markennamens wurde letztlich zum Problem.

Laut Krysta griff schließlich die Rechtsabteilung ein. Der Konzern erlaube es grundsätzlich nicht, den Namen Nintendo in neue Wortschöpfungen einzubauen, da dies langfristig die Durchsetzbarkeit der eigenen Markenrechte gefährden könne.
„Man darf den Nintendo-Namen nicht einfach halbieren und an ein anderes Wort anhängen. Das verwässert die Marke und kann es später erschweren, sie rechtlich zu verteidigen“, erklärte Krysta.
Ein Mitarbeiter aus dem zuständigen Team habe zwar versucht, gegen diese Entscheidung zu argumentieren, sei damit jedoch gescheitert. Am Ende setzte sich die juristische Vorsicht durch und das „Nindie Showcase“ verschwand zugunsten des neutraleren Namens Indie World.

Mit Indie World fand Nintendo schließlich eine Lösung, die weiterhin unabhängigen Entwickler*innen eine Bühne bietet, ohne den eigenen Markennamen zu verändern oder zu verfremden. Inhaltlich änderte sich am Format kaum etwas, wohl aber die rechtliche Absicherung.
Der Fall zeigt einmal mehr, wie strikt Nintendo mit seiner Marke umgeht und wie selbst intern beliebte Ideen letztlich dem Schutz des Firmennamens untergeordnet werden.
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