Ubisoft ordnet sich grundlegend neu. Mit fünf eigenständigen Creative Houses, eingestellten Spielen, Studio-Schließungen und klaren Milliarden-Zielen für große Marken will der Publisher Qualität, Effizienz und langfristiges Wachstum sichern.
Ubisoft ordnet sich grundlegend neu. Mit fünf eigenständigen Creative Houses, eingestellten Spielen, Studio-Schließungen und klaren Milliarden-Zielen für große Marken will der Publisher Qualität, Effizienz und langfristiges Wachstum sichern.
Der französische Publisher Ubisoft hat eine umfassende Neuausrichtung des Unternehmens bestätigt. Künftig setzt der Konzern auf ein dezentrales Modell mit fünf eigenverantwortlichen Creative Houses, die jeweils Entwicklung, Publishing und wirtschaftliche Steuerung ihrer Projekte übernehmen.
Im Zuge dieser Umstellung wurden sechs Spiele vollständig eingestellt, sieben weitere verschoben und zwei Studios geschlossen - betroffen sind die Standorte Halifax (Kanada) und Stockholm (Schweden). Laut Ubisoft war der Umbau bereits seit rund einem Jahr in Vorbereitung und Teil einer grundlegenden Überprüfung der Content-Pipeline. Ziel sei es, kreative Führung zurückzugewinnen und das Unternehmen langfristig zu stabilisieren.
Zu den eingestellten Projekten zählt das seit Jahren in Entwicklung befindliche Remake von Prince of Persia: The Sands of Time. Zusätzlich wurden ein Mobile-Titel sowie vier bislang unangekündigte Spiele gestrichen, darunter drei neue IPs. Ubisoft erklärte, die Projekte hätten den neuen, deutlich höheren Qualitätsstandards nicht entsprochen.
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Darüber hinaus erhalten sieben weitere Titel zusätzliche Entwicklungszeit. Ubisoft nannte keine Namen, bestätigte jedoch, dass sich mindestens ein Projekt bis spätestens April 2027 verzögert. Branchenberichte legen nahe, dass auch das Remake von Assassin’s Creed 4: Black Flag betroffen ist. Die Roadmap für die kommenden drei Jahre wurde im Zuge der Maßnahmen vollständig überarbeitet.
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Kernstück der neuen Struktur sind fünf Creative Houses (via VGC), die jeweils bestimmte Genres oder Marken betreuen:
Ergänzend wird ein Creative Network unterstützende Aufgaben wie Technik, QA, Lokalisierung und Business-Planung übernehmen.

Besonders ehrgeizig seien Ubisofts Pläne für Assassin’s Creed, Far Cry und Rainbow Six, wie Insider-Gaming berichtet. Laut Unternehmensbericht sollen diese Marken zu sogenannten „jährlichen Milliarden-Franchises“ ausgebaut werden. Ob damit ein jährlicher Umsatz von rund einer Milliarde US-Dollar pro Marke oder ein langfristiger Markenwert gemeint ist, ließ Ubisoft offen.
Zur Einordnung: Rainbow Six Siege soll seit 2016 rund 3,8 Milliarden US-Dollar umgesetzt haben, während Assassin’s Creed in den vergangenen zehn Jahren auf über vier Milliarden US-Dollar geschätzt wird. Wie stark Ubisoft künftig auf feste Release-Rhythmen, Live-Service-Modelle oder Erweiterungen setzt, bleibt abzuwarten.
Parallel zur strukturellen Neuausrichtung plant Ubisoft organisatorische Änderungen für die Belegschaft. Mitarbeiter sollen künftig wieder überwiegend fünf Tage pro Woche im Büro arbeiten. Dies berichtet Gamesindustry.biz und beruft sich auch die Aussage von Marie-Sophie de Waubert, Senior Vice President of Studio Operations. Dies soll die Zusammenarbeit, Kreativität und Effizienz bei der Entwicklung großer AAA-Titel verbessern.
Finanzchef Frederick Duguet betonte zudem, dass permanenter Wissensaustausch und schnelle Problemlösung entscheidend für komplexe Großproduktionen seien. Homeoffice soll jedoch nicht vollständig entfallen: Geplant ist eine jährliche Pauschale für flexible Arbeitstage.
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Aktuell arbeitet Ubisoft an vier neuen IPs, darunter das MOBA March of Giants, das später einem der Creative Houses zugeordnet werden soll.
Während eines Web‑Calls, erklärte Ubisoft, dass man den Verkauf einiger „Assets“ in Betracht zieht - ohne jedoch zu konkretisieren, welche Bereiche oder Marken davon betroffen sein könnten.
CEO Yves Guillemot sieht die Maßnahmen als notwendigen Wendepunkt:
„Wir transformieren Ubisofts Betriebsmodell, um Spiele von außergewöhnlicher Qualität auf den beiden Kernpfeilern unserer Strategie zu entwickeln: Open-World-Abenteuer und GaaS-native Erlebnisse.“
„Diese Entscheidungen sind schwierig, aber notwendig, um langfristig eine fokussiertere, effizientere und nachhaltigere Organisation aufzubauen.“
Kurzfristig rechnet Ubisoft mit Auswirkungen auf die Geschäftsjahre 2026 und 2027, erwartet langfristig jedoch stabiles Wachstum und solide Cashflows.
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