Der französische Publisher Nacon hat Insolvenz angemeldet und ein gerichtliches Reorganisationsverfahren beantragt. Hintergrund ist die finanzielle Krise des Mehrheitsaktionärs Bigben Interactive.
Der französische Publisher Nacon hat Insolvenz angemeldet und ein gerichtliches Reorganisationsverfahren beantragt. Hintergrund ist die finanzielle Krise des Mehrheitsaktionärs Bigben Interactive.
Beim französischen Publisher Nacon ist die wirtschaftliche Lage eskaliert. Das Unternehmen hat formell angezeigt, dass es seine fälligen Verbindlichkeiten derzeit nicht mehr bedienen kann, wie GlobeNewswire berichtet. Damit ist der Schritt in ein gerichtliches Insolvenzverfahren unausweichlich geworden.
Statt einer sofortigen Zerschlagung setzt Nacon jedoch auf eine kontrollierte Sanierung unter gerichtlicher Aufsicht. Mit dem sogenannten „redressement judiciaire“ soll Zeit gewonnen werden, um Strukturen neu zu ordnen und finanzielle Verpflichtungen zu restrukturieren.
Die Ursachen liegen nicht allein im operativen Geschäft von Nacon. Vielmehr geriet der Mehrheitsaktionär Bigben Interactive selbst finanziell unter Druck. Eine kurzfristig verweigerte Teilrückzahlung eines Anleihedarlehens durch den Bankenverbund brachte die gesamte Unternehmensstruktur ins Wanken.
Gerade in der Spielebranche, in der Projekte über Jahre hinweg finanziert werden müssen, kann eine solche Liquiditätslücke gravierende Folgen haben. Laufende Investitionen trafen auf ausbleibende Mittel - eine gefährliche Kombination.
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Trotz der angespannten Situation soll der operative Betrieb zunächst weiterlaufen. Ziel der gerichtlichen Reorganisation ist es, das Unternehmen zu stabilisieren, Arbeitsplätze zu sichern und mit Gläubigern tragfähige Lösungen auszuhandeln.
Die Belegschaft wurde bereits informiert, während eine gerichtliche Anhörung in Kürze erwartet wird. In dieser Phase kann Nacon weiterarbeiten, allerdings unter strenger Kontrolle des Gerichts.
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Die Unsicherheit spiegelt sich auch am Kapitalmarkt wider: Der Handel der Nacon-Aktie wurde bereits vor der offiziellen Bestätigung der Zahlungsunfähigkeit ausgesetzt und bleibt bis auf Weiteres gestoppt.
Wie es langfristig weitergeht, hängt nun maßgeblich vom Verlauf des Sanierungsverfahrens und den Verhandlungen mit den Gläubigern ab.
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