Der Free-to-Play-Shooter Highguard ist mit hohen Erwartungen gestartet - und hart gelandet. Nach einem umstrittenen Reveal, massiver Kritik zum Launch und einem viralen Creator-Moment sprechen die Entwickler nun offen über die Zukunft des Projekts.
Der Free-to-Play-Shooter Highguard ist mit hohen Erwartungen gestartet - und hart gelandet. Nach einem umstrittenen Reveal, massiver Kritik zum Launch und einem viralen Creator-Moment sprechen die Entwickler nun offen über die Zukunft des Projekts.
Eigentlich war für Highguard ein lautloser Überraschungsstart geplant. Stattdessen entschied sich Wildlight Entertainment kurzfristig für einen großen Auftritt als „One More Thing“ bei den Game Awards 2025. Die Wirkung blieb jedoch nicht positiv. Die Enthüllung sorgte umgehend für Gegenwind und prägte das öffentliche Bild des Spiels bereits vor dem eigentlichen Release.
Auch nach dem Launch am Montag entspannte sich die Lage nicht. Zwar verzeichnete der Shooter zunächst einen starken Zustrom an Spieler*innen, doch schon kurz darauf folgten zahlreiche negative Nutzerbewertungen.
https://2playerz.de/p/highguard-sturzt-nach-starkem-start-ab-free-to-play-shooter-enttauscht-spieler-massiv
Zusätzliche Brisanz erhielt die Situation durch einen Vorfall während eines gemeinsamen Streams mit TimTheTatman und Ninja. Noch vor dem Ende der ersten Runde wollte ein Teamkollege das Spiel verlassen - ein Moment, der sich rasant in sozialen Netzwerken verbreitete.
TimTheTatman and Ninja's teammate wanted to quit Highguard after not even playing a full game.
— Pirat_Nation 🔴 (@Pirat_Nation) January 26, 2026
Not even paid streamers want to play it. pic.twitter.com/PgIL1hKRfo
Viele Spieler*innen sehen die Szene inzwischen als Sinnbild für den aktuellen Zustand von Highguard. Besonders heikel: Die beteiligten Streamer sind offizielle Partner des Spiels. Dass selbst bezahlte Creator offenbar kaum Motivation zeigen, verstärkte den Eindruck eines Releases, der seine Zielgruppe nicht erreicht.
Die Reaktionen der Community fallen entsprechend deutlich aus. Häufig ist von vorhandenem Potenzial die Rede, das jedoch durch technische Probleme und Designentscheidungen ausgebremst werde. Diese Einschätzung deckt sich mit Aussagen von Shroud, der zwar das grundsätzliche Gameplay lobte, gleichzeitig aber gravierende technische Mängel kritisierte.
Shroud praises Highguard as “really, really good” but says it needs fixes soon
— Dexerto (@Dexerto) January 27, 2026
“It's a fun game for people like me ... sweaty players, but I am not fully happy with the product that came out” pic.twitter.com/ex2Gxr0wgC
Die Zahlen unterstreichen die Probleme zusätzlich: Nur wenige Stunden nach Veröffentlichung verlor Highguard einen Großteil seiner Spielerbasis. Auf Steam fiel die Zahl der gleichzeitig aktiven Spieler*innen von rund 97.000 auf unter 16.000.
Trotz des schwierigen Starts geben sich die Entwickler kämpferisch. In einem Interview mit TheGamer sprachen die Studioleiter Dusty Welch und Chad Grenier offen über die nächsten Schritte und über Ambitionen, die weit über den aktuellen Multiplayer hinausgehen.
Langfristig soll das Highguard-Universum um eine vollwertige Einzelspieler-Erfahrung erweitert werden. Grenier beschreibt diesen Wunsch deutlich:
„Ich hoffe, wir haben die Gelegenheit, weiterhin eine Geschichte im Spiel zu erzählen, neue Spielweisen hinzuzufügen und die Modi sowie Mechaniken zu erweitern. Und ganz eigennützig gesagt: Wir sehnen uns nach einer Singleplayer-Erfahrung.“
Welch denkt sogar noch weiter und formuliert ein Wunschbild für die Zukunft:
„Ich wollte gerade dasselbe sagen. Ich hoffe, dass die Geschichte in zwei Jahren lautet: ‚Hast du gestern Abend den Trailer bei den Game Awards gesehen? Das ist die Enthüllung des Singleplayer-Highguard, nach dem wir alle gefragt haben.‘“
Kurzfristig liegt der Fokus jedoch darauf, verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen. Dafür plant Wildlight Entertainment eine Reihe sogenannter „Developer Vision“-Episoden, in denen Designentscheidungen erklärt und der direkte Dialog mit der Community gesucht werden soll.
Parallel dazu befindet sich das Studio bereits tief in der Arbeit an neuen Inhalten. Das erste Jahr soll durch ein episodisches Modell strukturiert werden: Jede Episode läuft über zwei Monate und besteht aus zwei Abschnitten. Für den Auftakt sind fünf neue Karten, acht zusätzliche Hüter und zehn neue Waffen vorgesehen.
Highguard ist kostenlos für PlayStation 5, Xbox Series X/S und PC verfügbar. Ob der Shooter die Kurve bekommt, hängt nun davon ab, wie schnell und konsequent Wildlight Entertainment auf Kritik reagiert und ob es gelingt, sowohl Spieler*innen als auch Creator*innen wieder an Bord zu holen.
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